Rezept Japanisches Omelett mit Iberico Schinken, Edelscharfer Senf und Knoblauchsalz.

Rezept Japanisches Omelett mit Iberico Schinken

Geposted von Julien Pohl am

Das Japanische Omelett

Ein japanisches Omelett ist im Kern eine Frage von Technik, nicht von Zutaten. Drei Eier, ein Hauch Sahne, eine warme Pfanne, ruhige Hände – und eine seidige, fast cremige Rolle, die innen noch leicht feucht ist und außen nur einen Schimmer Bräune trägt. In Japan wird diese Disziplin bei Sushi-Meistern zur Visitenkarte: Wer ein Tamagoyaki perfekt rollen kann, hat sein Handwerk verstanden. Wir nehmen diese Idee, übersetzen sie in eine herzhafte, frühstückstaugliche Form – mit dünn geschnittenem Iberico Schinken als Füllung – und stellen sie auf eine Scheibe gerösteten Sauerteig.

Interpretation á la Varuna Mitra 

Die Brücke zwischen den Komponenten ist Senf. Genauer: unser Edelscharfer Senf. Aus brauner Bio-Senfsaat aus Niedersachsen, kalt vermahlen, mit italienischem Condimento Bianco, naturtrübem Apfelsaft, schwarzem Pfeffer und einer Nuance Muskat veredelt – intensive Schärfe, aber mit Frucht und Tiefe. Auf das warme Sauerteigbrot gestrichen, schiebt er sich aromatisch zwischen Krume und Omelett: schneidet das Salz des Iberico, hebt die Süße der Eier, gibt dem Bissen Struktur. Es ist die Art Schärfe, die das Gericht öffnet, statt es zu dominieren.

Den Schlusspunkt setzen Schnittlauch, Petersilie und unser Geröstetes Knoblauchsalz – rosa Kristallsalz und hauseigenes Rauchsalz, gemischt mit 15 % geröstetem Bio-Knoblauch. Das ergibt diese eine Prise, die das Gericht von „lecker“ zu „warum schmeckt das so verdammt gut“ hebt: leicht rauchig, knoblauchig, salzig – ohne anzubrennen wie roher Knoblauch es würde. Drei Manufaktur-Bausteine, die nicht zufällig zusammenpassen, sondern für genau diese Art von Gericht gemacht sind.

Anmerkung: Wenn Ihnen ein Japanisches Omelett zu aufwendig ist, dann schmeckt der Iberico Schinken zusammen mit unseren Produkte hervorragend zu einem klassischen Omelett oder Rüherei!

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Tipps aus der Praxis

  • Die Pfanne muss warm sein, nicht heiß. Ein zu heißer Boden produziert Bräunung und Risse – beides ist kein Stilmerkmal eines guten japanischen Omeletts.
  • Eier nicht aufschäumen, nur durchschlagen. Luft in der Masse macht beim Rollen Probleme.
  • Iberico Schinken nicht im Voraus belegen. Erst kurz vor dem Rollen, sonst gart der Schinken zu lange und verliert seine seidige Textur.
  • Edelscharfer Senf 10 Minuten vor Gebrauch aus dem Kühlschrank nehmen. Bei Zimmertemperatur ist das Aroma deutlich runder.
  • Knoblauchsalz erst ganz am Ende streuen. So bleiben die Röstaromen oben auf dem Bissen, statt sich in der Eimasse zu verlieren.

FAQ rund um japanisches Omelett mit Iberico Schinken

Was unterscheidet ein japanisches Omelett von einem französischen?

Ein französisches Omelett wird in einem Stück gegossen, schnell gegart und gefaltet – innen baveuse, außen blass. Das japanische Omelett (Tamagoyaki) wird dagegen in mehreren dünnen Schichten gegossen und Schicht für Schicht aufgerollt. Ergebnis: eine dichte, mehrlagige Rolle mit seidiger Textur. Diese Methode setzen wir hier herzhaft um – mit Iberico Schinken statt der traditionell süßen Variante mit Mirin und Zucker.

Brauche ich eine spezielle Tamagoyaki-Pfanne?

Nein. Eine normale beschichtete Pfanne mit 18–20 cm Durchmesser funktioniert. Die rechteckige Tamagoyaki-Pfanne macht das Rollen einfacher, weil die Rolle gleichmäßig in Form bleibt – wer regelmäßig japanische Omeletts macht, wird sie irgendwann lieben. Für den Einstieg reicht jede gute beschichtete Pfanne.

Welcher Iberico Schinken passt am besten?

Idealerweise Iberico Bellota – das Fett ist bei Raumtemperatur weich und schmilzt durch die Restwärme des Omeletts förmlich in den Bissen hinein. Wenn der Schinken sehr trocken oder fest ist, kurz aus der Verpackung nehmen und 5 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen, bevor er in die Pfanne kommt.

Warum Edelscharfer Senf und nicht ein milder Senf?

Weil Iberico Schinken ein präsenter, salziger und fettreicher Partner ist. Ein milder Senf würde unter dem Schinken verschwinden. Unser Edelscharfer Senf bringt die Schärfe, die nötig ist, um sich zu behaupten – aber durch Condimento Bianco, Apfelsaft und Muskat behält er die fruchtige Tiefe, die das Gericht zusammenhält. Schärfe als Architektur, nicht als Lärm.

Kann ich das Omelett vorbereiten?

Begrenzt. Die Eimasse kannst du am Vorabend ansetzen und im Kühlschrank lagern – bei Raumtemperatur 15 Minuten vor dem Anbraten temperieren. Das Omelett selbst ist ein À-la-minute-Gericht. Sobald es ruht, verliert es genau die Textur, die es besonders macht.

Schmeckt das Rezept auch mit einem klassischen Omelett?

Ja – absolut, guten Appetit! 

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Brot

1 Sauerteigbrot oder ein Brot mit sehr langer Ruhezeit
2 TL Edelscharfer Senf
Butter zum anrösten

Japanisches Omelett

6 Eier (3 Eier pro Omelett, Größe M, möglichst frisch)
2 EL Sahne oder Milch
1 Prise Fleur de Sel
1 Prise weißer oder Kubeben Pfeffer
1 Stück Butter ca. 10g

Füllung

Ibero Schinken

Topping

1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
1 EL Petersile, fein gehackt
1 Prise Geröstetes Knoblauchsalz

Zubereitung: 20-25 Minuten

Gusseiserne Pfanne für das anrösten des Brotes ist ideal, geht aber mit jeder anderen Pfanne. Für das japanische Omelett empfehlen wir eine beschichtete Pfanne oder ähnlich.

Energie: -kcal
Fett: -g
  davon einfach ungesättigt: -g
  davon mehrfach ungesättigt: -g
Kohlenhydrate: -g
  davon Zucker: -g
Protein: -g

Bei den Nährwertangaben handelt es sich um ungefähre Angaben, welche abhängig von den Zutaten abweichen können.

Brot rösten & Edelscharfer Senf

Schritt 1

Den Edelscharfen Senf rund 10 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen – er entfaltet sein volles Aroma erst bei Zimmertemperatur. Eine schwere Pfanne (Gusseisen oder beschichtet) auf mittlerer Hitze erwärmen, etwas Olivenöl oder Butter dazu und die Sauerteigscheiben goldbraun und knusprig rösten – außen Kruste, innen noch weich. Sofort vom Herd nehmen, leicht abkühlen lassen, dann großzügig mit dem Edelscharfen Senf bestreichen. Die Wärme des Brots wird den Senf minimal anlösen und mit der Krume verbinden.

LET'S BREAK SOME EGGS

Schritt 2

Pro Portion 3 Eier in eine Schüssel aufschlagen. 1 EL Sahne, 1 Prise Salz und 1 Prise weißen Pfeffer dazugeben. Mit den Stäbchen oder einem Schneebesen kurz und entschlossen verschlagen, bis Eigelb und Eiklar eine homogene Masse bilden – aber bitte nicht aufschäumen. Tipp: Du willst die Masse glatt, nicht luftig. Luft führt später zu Bläschen und Rissen beim Rollen.

Pfanne temperieren

Schritt 3

Eine beschichtete Pfanne (idealerweise klein, 18–20 cm, oder klassisch eine Tamagoyaki-Pfanne) auf mittlerer Hitze erwärmen. Mit einem Stück Küchenpapier dünn mit neutralem Öl auspinseln. Die Hitze muss exakt stimmen:

Ein Tropfen Eimasse soll zischen, aber nicht sofort fest werden. Wenn er zu schnell brutzelt, kurz von der Hitze nehmen.

Erste Schicht & Iberico Schinken

Schritt 4

Etwa ein Drittel der Eimasse in die Pfanne gießen, sofort schwenken, sodass sich ein dünner, gleichmäßiger Film bildet. Sobald die Oberfläche noch glänzt, aber unten gerade gestockt ist (nach 20–30 Sekunden), 2–3 Scheiben Iberico Schinken auf eine Hälfte des Eierfilms legen. Der Schinken muss nicht durchgaren – die Restwärme reicht, damit das Fett seidig wird und die Aromen sich öffnen.

Tipp: Wenn ein Japanisches Omelett Ihnen zu aufwendig ist, dann geht es auch hervorragend mit einem klassischen Omelett oder Rührei.

Rollen & nachgießen

Schritt 5

Mit einem Pfannenwender (oder klassisch: Stäbchen) das Omelett von der Schinken-Seite her zu einer engen Rolle aufrollen. Die Rolle an den Pfannenrand schieben, die freie Fläche erneut leicht einölen, dann die nächste Drittelportion Eimasse angießen – auch unter die bereits gerollte Schicht. Kurz stocken lassen, dann erneut zur Rolle rollen, sodass die neue Schicht den vorherigen Kern umhüllt. Vorgang ein letztes Mal wiederholen. Am Ende hast du eine dichte, mehrlagige Rolle mit Iberico im Inneren.

Zeit für Genuss

Glanz & Servieren

Ein kleines Stück Butter um die Rolle gleiten lassen – das gibt der Außenseite einen subtilen Glanz und ein zartes Nuss-Aroma. Pfanne von der Hitze nehmen, das Omelett 1 Minute ruhen lassen, damit es sich setzt. Wer es klassisch japanisch will: kurz auf ein Bambusmatte legen und in die finale, leicht gerundete Form drücken. Pro Portion ein Omelett – die Schritte 3–6 für das zweite Omelett wiederholen.

Das warme, mit Senf bestrichene Sauerteigbrot auf den Teller legen. Das Omelett darauf platzieren – mittig, leicht schräg. Schnittlauch und Petersilie großzügig über das Omelett streuen, dann eine Prise Geröstetes Knoblauchsalz darüber – sparsam, aber gezielt. Die rauchigen, gerösteten Knoblauchnoten setzen sich wie ein letzter, warmer Akzent über das Gericht. Sofort servieren.